Weltwassertag 2026
FULDA – Der Weltwassertag an diesem Sonntag, 22. März, steht in diesem Jahr erneut im Zeichen wachsender Herausforderungen für die Trinkwasserversorgung. Während Wasser lange Zeit als selbstverständlich verfügbar galt, zeigen die Entwicklungen der vergangenen Jahre deutlich: Die Ressource wird durch den Klimawandel knapper – auch in Osthessen.
Die RhönEnergie Gruppe versorgt rund 82.000 Menschen in Fulda sowie in Eichenzell und Ebersburg zuverlässig mit Trinkwasser aus regionalen Tiefbrunnen und Quellen. Doch die Rahmenbedingungen haben sich spürbar verschärft. Sinkende Niederschlagsmengen in den Wintermonaten führen seit Jahren zu einer geringeren Grundwasserneubildung. Gleichzeitig steigen durch höhere Temperaturen sowohl der Wasserbedarf als auch die Verdunstung. „Wir beobachten, dass sich die Situation kontinuierlich verschärft: Die Grundwasserstände bleiben niedrig, Quellen führen weniger Wasser, und die Pegel sinken im Sommer immer früher“, erklärt OsthessenNetz-Geschäftsführer Matthias Hahner. Die Netzgesellschaft ist innerhalb der RhönEnergie Gruppe unter anderem für die Wasserversorgung zuständig. Starkregenereignisse könnten diese Entwicklung nicht ausgleichen, da das Wasser meist oberflächlich abfließe und nicht in tiefere Bodenschichten eindringe, wie Hahner betont: „In vielen Regionen müsste die Wasserampel dauerhaft auf Gelb stehen – an heißen Tagen sogar auf Rot.“
Resiliente Versorgung durch gezielte Maßnahmen
Um die Wasserversorgung langfristig zu sichern, setzt das Unternehmen auf ein Bündel an Maßnahmen: Neben der kontinuierlichen Optimierung des Brunnen- und Quellenmanagements berät die OsthessenNetz GmbH größere Kunden gezielt zur effizienteren Wassernutzung. Auch innovative Ansätze zur Ressourcenschonung werden umgesetzt: So wird beispielsweise Wasser aus dem Sportbad Ziehers zur Bewässerung städtischer Grünanlagen in Fulda genutzt. Darüber hinaus kommt aufbereitetes Spülwasser aus den Wasserwerken unter anderem bei der Feuerwehr zum Einsatz.
Appell an Bevölkerung: Jeder Liter zählt
Gleichzeitig richtet das Unternehmen einen klaren Appell an alle Bürgerinnen und Bürger: Ein bewusster und sparsamer Umgang mit Trinkwasser ist wichtiger denn je. Dazu zählen unter anderem, die Gartenbewässerung auf das notwendige Maß zu beschränken, auf das Befüllen von Pools möglichst ganz zu verzichten, das Trinkwasser generell sparsam im Haushalt einzusetzen und dort, wo es möglich, ist Regenwasser zu nutzen. „Trinkwasser ist unser wichtigstes Lebensmittel – und keine unbegrenzte Ressource“, betont Martin Heun, Sprecher der Geschäftsführung der RhönEnergie Fulda. „Jeder eingesparte Liter hilft, die Versorgung auch in Zukunft sicherzustellen.“
Gemeinschaftsaufgabe für die Zukunft
Die Sicherung der Trinkwasserversorgung erfordert das Zusammenspiel aller Akteure: Neben Versorgern und Politik ist auch die Gesellschaft gefragt. Maßnahmen wie die Renaturierung von Gewässern, die Pflanzung von Bäumen und Hecken, die Schaffung von Versickerungsflächen, eine nachhaltige Stadtplanung mit mehr Grünflächen und weniger Versiegelung sowie der Erhalt gesunder Böden tragen entscheidend dazu bei, Wasser in der Landschaft zu halten und Grundwasserspeicher zu stärken. Parallel investiert die RhönEnergie Gruppe kontinuierlich in ihre Infrastruktur. Moderne Anlagen, optimierte Prozesse und ein engmaschiges Monitoring sorgen dafür, dass die Versorgung auch unter veränderten klimatischen Bedingungen stabil bleibt. Der Weltwassertag 2026 macht deutlich: Eine sichere Trinkwasserversorgung ist keine Selbstverständlichkeit mehr – sondern eine gemeinsame Verantwortung.
Fakten zur Trinkwasserversorgung der RhönEnergie Gruppe:
- Versorgung von rund 82.000 Menschen in Fulda, Eichenzell und Ebersburg
- 30 Tiefbrunnen sowie mehrere Quellen in der Region
- Rund 870 Kilometer Leitungsnetz inklusive Hausanschlüssen
- Etwa fünf Millionen Kubikmeter Trinkwasser pro Jahr

Trinkwasser ist unverzichtbar: RhönEnergie-Chef Martin Heun (links) und Stadtbaurat Daniel Schreiner haben im vergangenen Mai sechs Trinkwasserbrunnen eingeweiht.
Foto: RhönEnergie

Die Trinkwasserbrunnen in Fulda – wie hier am Bahnhofsplatz –, zeigen die große Bedeutung der Trinkwasserversorgung für den Menschen.
Foto: RhönEnergie
Fulda, 20.03.2026


